Liebe Leserin, lieber Leser,

auf meiner Website poste ich wöchentlich Fragen oder Interessantes rund um die Themen: TINNITUS, PARTNERSCHAFT und persönliche HERAUSFORDERUNGEN. Die Antworten finden Sie hier auf meiner Praxis-Website.
Auch Ihre  Frage oder Ihr Beitrag ist willkommen. Schreiben Sie mir via Facebook oder senden Sie eine E-Mail an frage@annette-nowak.de

Warum fällt es so schwer, mit dem Partner über Sex zu sprechen?
Antwort: Das Hauptproblem beim Sprechen über Sexualität liegt zumeist nicht darin, die richtigen Worte zu finden, sondern in der Angst davor, wie der Partner reagieren könnte. Viele Paare sprechen ihre sexuellen Empfindungen, Fantasien oder Wünsche nicht aus, weil sie befürchten, der Partner könnte sich empören oder Angst bekommen.

Tipp: Beide Partner schreiben je fünf sexuelle Wünsche auf farbige Zettel und legen sie in ein nettes Kästchen. Zur einer vereinbarter Zeit werden zwei Zettelchen gezogen und vorgelesen. Jeder ließt den Wunsch des Anderen.  

Wie wirksam ist Tinnitus-Retraining?
Antwort: Das Tinnitus-Retraining ist derzeit die wirksamste Methode zur Heilung von chronischem Tinnitus. Studien im anglo-amerikanischen Sprachraum und Deutschland weisen bei etwa 80% der Patienten eine deutliche Verbesserung nach. Das wissenschaftlich anerkannte Verfahren bewirkt keine Heilung im klassischen Sinn: Ziel ist es, die natürliche Filterfunktion des Wahrnehmungszentrums im Gehirn wieder zu aktivieren, so dass der Tinnitus nur noch gelegentlich und gelassen als belangloser Sinneseindruck wahrgenommen oder gar völlig überhört werden kann.  Detaillierte Informationen finden Sie auf meiner Website unter >Tinnitus-Retraining-Programm.
Schlafen unsere Ohren nie?
Antwort: Der Hörsinn des Menschen ist gewissermaßen immer auf Empfang, selbst wenn wir schlafen. Warum? Archaisch war es für den Menschen überlebensnotwenig auch im Schlaf hören zu können. Aber auch für uns Menschen der Moderne hat der Hörsinn noch in vielen Situationen eine Alarm- und Warnfunktion. Mütter/Väter wachen beispielsweise bereits beim leisesten Geräusch ihres Babys auf. Zugleich besitzt unser Hörorgan die Fähigkeit, Geräusche aus unserem Bewusstsein auszublenden. Selbst recht laute Frequenzen. Vorausgesetzt, sie werden vom Bewertungszentrum im Gehirn als unwichtig eingestuft. Beim "überhören lernen" des Tinnitus lässt sich genau diese natürliche Filterfähigkeit auch wieder reaktivieren.
 
Warum Meditation bei Tinnitus?
Antwort: Die vor allem in Indien und Asien seit Jahrtausenden geübte Meditation hat mittlerweile auch im Westen ihren festen Platz eingenommen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil vieler anderer Techniken wie z.B. des Yoga. Eine einfache Atem-Meditation oder Mantra-Mediation führt zur inneren Ruhe und ist prinzipiell mit keiner bestimmten Glaubensrichtung verbunden. In unserem >Tinnitus-Intensiv-Seminar leiten wir zur Entspannung eine geführte Meditation an, damit Sie bewusst innerlich ausruhen und von der inneren Fixierung auf die Ohrgeräusche loskommen.  

Wie finde ich zu mir selbst? -  Innere Kindarbeit

Antwort: In Jedem von uns steckt ein inneres Kind. Es ist das Kind, das wir einmal waren, oder besser gesagt, eine ganze "Rasselbande" von Kindern unterschiedlichen Alters. Wir haben brave, fröhliche, rebellische, traurige und verletzte Kinder in uns und es ist enorm wichtig, sie nicht zurückzuweisen, sondern uns liebevoll um sie zu kümmern. Andernfalls machen sie uns Probleme im Leben. Insbesondere das verletzte innere Kind mischt häufig in unseren Liebesbeziehungen mit. Es wird schnell misstrauisch und färbt unsere aktuelle Lebenssituation mit seiner Verlustangst ein. Auch dann, wenn unser Partner vielleicht nur gestresst war und mal mehr Zeit für sich selbst brauchte. In meiner Arbeit mit Klienten spielt der bewusste Umgang mit dem Inneren Kind oft eine sehr erhellende Rolle.

 

Was ist eine Phonopobie?

Eine Phonophobie ist von einer generellen Geräuschüberempfindlickeit (Hyperakusis) abzugrenzen. Eine Phonophobie liegt dann vor, wenn Menschen mit einem zumeist gesunden Gehör auf ganz spezielle Geräusche mit Angst reagieren. Ursächlich wird das spezielle Geräusch emotional mit einer negativen Erfahrung verknüpft. Das können für Lehrer oder Erzieherinnen typischerweise Kinderstimmen sein, für Büroangestellte das Telefonklingeln oder das Rauschen des Computers. Werden die negativ besetzten Geräusche gehört oder auch nur geahnt, wird häufig mit Vermeidung oder mit Flucht reagiert. Viele tragen ganztägig Ohrstöpsel, was dazu führt, dass das Gehirn die Stille als Hörverlust deutet und auf die Suche nach Geräuschen geht. Im Extremfall kann die Phonophobie so in eine generelle Hyperakusis übergehen.
 
 

 

Warum zerbrechen viele Partnerschaften im zweiten Beziehungsjahr?

Antwort: Wenn Ihre Liebesbeziehungen häufig nach ein bis eineinhalb Beziehungsjahren enden, dann lohnt es sich genauer hinzuschauen. Liebesbeziehungen durchlaufen verschiedene Phasen. Spätestens nach ein bis einhalb Jahren ist die Verliebtheit meistens vorbei. Viele deuten die fehlenden "Schmetterlinge" falsch und glauben, dass die Gefühle für den Partner nicht mehr ausreichen. Es ist jedoch völlig normal, sogar notwendig, dass die Idealisierung endet und wir auch die  Schwächen und Fehlern des Partners sehen. In dieser Phase neigen insbesondere Frauen dazu, viel Kritik zu üben, auch an Kleinigkeiten, um den Partner zu verändern. Der Partner fühlt sich so oft nicht mehr geliebt. Es kommt vermehrt zu Streitereien, die aber vorübergehen können, wenn es gelingt den Kommunikationsstil zu ändern und den Partner mit seinen "Macken" zu lieben. Schließlich sind wir selber auch nicht perfekt. > Über Liebe und Parterschaft

 

Woran liegt es das Ohrgeräusche schwanken?
Antwort:
In den allermeisten Fällen schwankt hauptsächlich die Aufmerksamkeit auf den Tinnitus und weniger die Lautstärke selbst. Ärgern wir uns beispielsweise über die Ohrgeräusche oder lauschen besorgt hin, fokussiert das Wahrnehmungszentrum im Gehirn auf die Geräusche. Sie erscheinen uns dann lauter. Wird der Tinnitus einmal als lauter empfunden kann leicht ein Kreislauf in Gang kommen. Sind wir hingegen entspannt, erholt oder mit etwas Interessantem beschäftigt, sind die Ohrgeräusche nicht wichtig. Wir nehmen sie dann nur leise oder sogar gar nicht mehr wahr. Allerdings könne Faktoren wie Stress, einige Medikamente und in seltenen Ausnahmen auch Erkrankungen dazu führen, dass die Ohrgeräusche schwanken. Das lässt sich jedoch in einem gründlichen Anamnesegespräch klären.

Warum macht mangelnde Selbstliebe oft einsam?

Viele Menschen, auch jüngere, fühlen sich einsam, ungeliebt und alleine gelassen. Einsamkeit kann regelrecht weh tun. Auch die Gehirnforschung zeigt uns, daß bei Einsamkeitsempfinden die gleichen Schmerzpunkte im Gehirn aktiviert werden, wie bei körperlichen Schmerzen. Einsame Menschen kapseln sich aus Selbstunsicherheit oft ab, halten andere auf Distanz oder verstecken sich hinter einer Maske, da sie sich für wenig liebenswert halten. Diese Verhaltensmuster trennen sie jedoch von anderen Menschen. Bekommen sie wonach sie sich sehnen, können sie es oft nur schwer annehmen -  Lob oder ein Kompliment passen leider nicht in ihr negatives Selbstbild.  Auch soziale Ängste spielen häufig eine Rolle. Gute Ratschläge greifen hier meistens zu kurz.

 

Ist Tinnitus ein Durchblutungsproblem ?

"Ganz hartnäckíg hält sich das Gerücht, dass Tinnitus etwas mit der Durchblutung des Ohrs zu tun hat. Sogar Ärzte gehen davon aus, dass eine gestörte Durchblutung des Innenohrs der Grund für Tinnitus ist. Darum bekommen viele Patienten auch durchblutungsfördernde Therapien, wie Infusionen oder durchblutungsfördernde Medikamente. In Studien hat sich aber gezeigt, dass die Durchblutung nur bei einem ganz geringen Prozentsatz eine Rolle bei Tinnitus spielt... Die Haarzellen, also die Sinneszellen im Ohr, werden nämlich gar nicht direkt durchblutet (Quelle: 100 Fragen zum Tinnitus, C. Thora,  G. Goebel)." Die Wirkung von Medikamenten,dies gilt zum Teil auch für Kortikoide ist mit dem Abfeuern einer Schrotgewehrsalve auf einen Apfelbaum zu vergleichen: Manchmal fällt dann auch ein Apfel herunter..." (Prof. Gerhard Goebel, Vorstand der Tinnitus Liga e.v.).